Versäumen Sie nie wieder eine Foto-Ausstellung!
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20.10.2020
Laura Schawelka: Vicarious

Mit ihren Film- und Fotografie-Installationen schafft Laura Schawelka einen betörenden Remix aus Zitaten unserer medialisierten Gegenwart. Im Prozess des fortwährenden virtuellen wie analogen Übereinanderschichtens lässt sie Hybride entstehen, die zwischen Bewegt- und Standbild, zwischen digitaler Coolness und stofflicher Sinnlichkeit, zwischen Warenästhetik und Foodporn changieren – eine Welt, die sich so derart faszinierend, oddly satisfying, präsentiert, dass man sich ihr kaum entziehen kann.

In ihren jüngsten, als Q21-Artist-in-Residence in Wien entstandenen Arbeiten hat sich die Künstlerin dem Thema „Display“ und der Analyse von Innen und Außen(-Raum) sowie der Hinterfragung tradierter Zuordnungen von Motiv, Bildinhalt und Bildträger verschrieben. Das Wort „Display“ leitet sich aus dem Lateinischen (displicare: entfalten) ab – so eröffnen sich in Schawelkas Arbeiten Schaufenster, Fassaden, aber auch Blüten und Stoffe. Nach Aufenthalten in Los Angeles und Paris beschäftigt sie sich mit Wien als Stadt der Einzelhandelsbauten und Ladengeschäfte: Von Adolf Loos, der für sein Portal der Manz’schen Buchhandlung Erkenntnisse der Psychoanalyse anwendet, zu Hans Holleins Geschäftslokalen für Marius Retti und Christa Metek, die als architektonisches Bild gebaut sind, untersucht Schawelka die auf psychologische Wirksamkeit berechnete Bildsprache von Architektur und ihr Verhältnis zur Fotografie.

Laura Schawelka (*1988, lebt und arbeitet in Berlin) studierte bis 2013 bei Prof. Tobias Rehberger an der Städelschule und absolvierte 2015 ihren Master of Fine Arts am California Institute of the Arts in Valencia bei Los Angeles. 2018 war sie Atelierstipendiatin der Hessischen Kulturstiftung in der Cité internationale des arts in Paris. 2019 erhielt Schawelka den in Kooperation mit EIKON vergebenen Q21 viennacontemporary Artist-in-Residence Prize, der ihr 2020 einen zweimonatigen Arbeitsaufenthalt im MuseumsQuartier Wien ermöglicht.

EIKON Schauraum, Q21 / MuseumsQuartier Wien / Wien
Ausstellung
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4
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23.10.2020
Nur eine Lücke in der Zeit
Das Fragmentarische, Fragile und Geheimnisvolle. 
Das Verborgene, Verdichtete und Nichtausgesprochene.“
 
 

Vier weibliche Positionen, Sichtweisen und Ausdrucksformen - von Fotografie über Malerei, Objekten, bis hin zur Plastik. So unterschiedlich die Arbeitsweisen der vier Künstlerinnen Angelika Rattay (Bildhauerei), Claudia Kraus (Fotografie), Christine Miess (Fotografie) und dora mai (Bildende Kunst) auch sind, etwas Essentielles verbindet sie: das Bestreben, Unsichtbares mittels Farben, Formen und Licht sichtbar bzw. spürbar zu machen.

 

Eröffnung: 10. Oktober 2020, 19 Uhr
Finissage: 23. Oktober 2020, 19 Uhr
 
Dauer der Ausstellung: 11. - 23. Oktober 2020
Nach telefonischer Vereinbarung
F23 wir.fabriken / Wien
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11
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30.10.2020
Das Land vor dem Winter - Gerhard Trumler

Eröffnung – Langer Freitag: 4. September 2020 12-21 Uhr

Ausstellungsdauer: 4.September bis 30. Oktober 2020

Öffnungszeiten: Mi-Fr 12-18 Uhr

 Lange Freitage: 4.9., 11.9., 18.9., 2.10., 16.10., 23.10.2020 – jeweils 12 bis 20 Uhr

 Fru?hstu?ck und Ku?nstlergespräch: 10. Oktober 2020 11-15 Uhr

 

Mit dem österreichischen Fotografen Gerhard Trumler, geb. 1937, zeigt die AnzenbergerGallery einen weiteren Meister der klassischen Schwarzweiß-Fotografie. Mit vielen exzellenten, vom Fotografen selbst ausgearbeiteten Vintage Prints wird in poetischer Weise das tägliche Leben der Bauern in der rauhen Kulturlandschaft des Waldviertels erzählt. In Trumlers Fotografien entdeckt man ein sagenumwobenes Gebiet, bekommt Einblicke in Häuser und entdeckteinzigartige Charaktere.

 

Trumler verbrachte seine fru?he Jugend im Waldviertel, und die fotografische Dokumentation der bäuerlichen Kultur bildete stets ein Anliegen seiner fotografischen Arbeit. In der gezeigten Serie wird das Wesentliche seines Schaffens besonders spu?rbar, sowie der Einfluss großer amerikanischer Fotografen wie etwa Paul Strand, Ansel Adams, Alfred Stieglitz, oder auch Edward Weston.

 

Seine Traumlandschaft zeigt er, der sie kennt, wie fast kein anderer, mit großer Leidenschaft und meisterhafter Technik und hält eine verschwindende Region fest. Eine so detailreiche und ausgesprochen ausfu?hrliche historische Dokumentation im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts gibt es wohl kein zweites Mal in Österreich, wodurch das Werk Trumlers sowohl im Jetzt als auch fu?r kommende Generationen einen wichtigen Grundstein fu?r das Verständnis und Wissen vom ländlichen Leben und der Natur schafft.

AnzenbergerGallery / Wien
Ausstellung
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25
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13.11.2020
„Fokus:Mensch“ in zwei gegensätzlichen Positionen und ein russisch-deutscher Poesiekalender!

Freitag, 16. Oktober 2020, 19 Uhr Jour fixe am 16. im 16.

OFFSPACE Club International C. I. Payergasse 14, 1160 Wien

 

 

Vernissage – Kalenderpräsentation – Ausstellung

Tolga Sezen „Mann – Frau“. Fine-Art Prints

Conny Stark „Über-wunden“. Portraits auf Sandpapier. Text zur Ausstellung: Klaus Scholz

Franziska Bauer „Russisch-Deutscher Poesiekalender 2021“ (mit Mary Nikolska)

Die Ausstellung ist bis 13. November 2020 täglich ab 10 Uhr bei freiem Eintritt zugänglich.

 

Beim Jour fixe am 16. September begegnen einander die Werke des Fotokünstlers Tolga Sezen und der Hamburger Malerin Conny Stark, die nach längerer Zeit wieder in Wien ausstellt. Franziska Bauer präsentiert den russisch-deutschen Poesiekalender 2021, der das Ergebnis einer weiteren literarischen Zusammenarbeit mit ihrer Co-Autorin Mary Nikolska ist.

 

Die Werke der Ausstellung unterscheiden sich weniger durch die Wahl der Themen, als durch Abstraktion versus Gegenständlichkeit, durch die technische Umsetzung, das Material und letztendlich die Oberflächen – glatt beziehungsweise rau.

 

Grundlage der künstlerischen Arbeit von Tolga Sezen ist das Foto. Das konkrete Abbild wird von ihm am Computer in abstrakte Malerei verwandelt. Der geplante Zufall ist Teil seines Schaffensprozesses. Bei den Motiven seiner Fine-Art Prints handelt es sich im weitesten Sinne um „Menschenbilder“ – unter anderem Mann und Frau, die Menschheit, Portraits in stark abstrahierter Form (z. B. Marilyn Monroe) oder einen weiblichen Torso.

 

Conny Stark hat sich für ihre Portrait-SerieÜber-wunden“ (der Titel ist bewusst mehrdeutig) ein besonderes Material ausgesucht: Die Arbeiten entstanden auf Sandpapier, und der Malprozess wurde erschwert durch die Rauheit und den damit verbundenen Widerstand. Dieser musste immer wieder „über-wunden“ werden; so wie die dargestellten Männer und Frauen in ihrem Leben Wunden erlitten und ihre Kämpfe im Innen und Außen hatten.
Es sind keine geschönten Portraits, denn Conny Stark möchte Emotionen wecken und so eine Verbindung zwischen dem Betrachter und den Portraitierten herstellen.

 

Franziska Bauer stellt den zweisprachigen Poesiekalender 2021 vor, einen Wandkalender  mit zwölf Monatsgedichten und passenden Illustrationen, den sie und Mary Nikolska verfasst haben. Die Besonderheit ist die parallele Präsentation von Original und Übersetzung in Russisch und Deutsch auf jedem Kalenderblatt. Hier findet ein sprachlicher, interkultureller und künstlerischer Brückenschlag seine Fortsetzung, der 2019 mit dem gemeinsamen Lyrikband „Auf des Windes Schwingen“ begonnen hat.

 

Cafe Club International C.I. / Wien
Ausstellung
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33
Tag(e) bis zum
21.11.2020
Während alle fotografieren können sich manche mit der Fotografie beschäftigen

Während alle fotografieren können sich manche mit der Fotografie beschäftigen

mit Arbeiten von: Raffaela Bielesch, Martin Bilinovac, Horakova + Maurer, Kerstin von Gabain, Rosa John, Aglaia Konrad, Markus Krottendorfer, Friedl Kubelka, Roberta Lima, Anja Manfredi, Michael Mauracher, Peter Piller, Claudia Rohrauer, Adrian Sauer, Stephanie Stern, Käthe Hager von Strobele, Anita Witek u.a.
Kuratorin: Ruth Horak

Eröffnung: Samstag, 3. Oktober, 16–20 Uhr
Ausstellung: 6. Oktober − 21. November 2020


FOTOHOF / Inge-Morath-Platz 1-3 / 5020 Salzburg / Austria






Anlässlich der ersten 30 Jahre Schule für künstlerische Photographie Friedl Kubelka hat Ruth Horak Künstler_innen aus dem Umfeld dieser Privatschule eingeladen und zeigt exemplarisch, dass die Fotografie Bild, Botschaft und Medium sein kann, Sound und Objekt, autonom oder eine Hommage.

Als die Fotografie 1839 öffentlicht gemacht wurde, sahen Visionäre bereits, dass ihr Auftritt fulminant und ihr Einfluss auf die Welt enorme Ausmaße annehmen würde. Gleichzeitig nahm sich die Fotografie so sehr zurück, dass man bis heute fast immer an ihr vorbei auf das Abgebildete schaut und sie erst sichtbar wird, wenn sie "nackt", ohne ein kleidendes Bild, ist.

1990, als Friedl Kubelka die Schule für künstlerische Photographie in Wien gründete, festigte die Fotografie gerade ihren Status als künstlerische Disziplin. Rund 170 Lehrende wurden seither beauftragt ihre persönlichen Arbeitsweisen, Motive und Materialien an Studierende weiterzugeben. Jedes Jahr bringt unterschiedlichste Facetten der Fotografie mit sich – 1990 andere als 2010 mit Anja Manfredi als neue Leiterin der Schule.


Was gleich blieb, ist die Faszination für ein Medium, dessen Anwendungen heute vielfältiger sind als je zuvor, das anspruchsvoll und banal zugleich ist, aufwändig produziert ist oder nebenbei passiert, das zum Alltag, zur Wissenschaft, zur Kunst gehört und damit stets aufs Neue evaluiert werden muss, wo die Fotografie beginnt, wie weit sie reicht und welchen Einfluss ihre Omnipräsenz auf die künstlerische Fotografie hat.

Parallel zur Ausstellung erscheint in der FOTOHOF edition die Festschrift: Die ersten 30 Jahre – Photographie, Hg. Anja Manfredi.

Detailierter Text mit Infos zu allen teilnehmenden Künstler_innen:
?http://fotohof.net/content.php?id=144

Ruth Horak ist Kunsthistorikerin und Kuratorin für zeitgenössische Fotografie.

FOTOHOF / Salzburg
Ausstellung