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26.05.2022
im FOTOHOF archiv: Wolf Suschitzky Preis 2021 – Lea Abendstein / Mike Ying

Künstler:innen der Shortlist:
Aus Österreich: Katharina Bayer, Maurizio Cirillo, Maximillian Schneller, Anny Wass. Aus Großbritannien: Bex Day, Maisie Hill, Les Monaghan, Michaela Ngyidaiova.
Je 4 Künstler:innen aus Großbritannien und Österreich wurden von der Jury auf die Shortlist gesetzt und auch eine Auswahl dieser Arbeiten ist in der Ausstellung zu sehen.

Der "Wolf Suschitzky Photography Prize" wurde vom „Österreichischen Kulturforum London“ initiiert. Namensgeber ist der gebürtige österreichische Fotograf Wolf Suschitzky, der in den 1930er Jahren ins britische Exil gehen musste. Der Fotopreis trägt diesem Umstand Rechnung, indem je ein britischer und ein österreichischer Preisträger von einer hochkarätigen Jury gewählt werden.

Im April und Mai 2022 präsentiert das Fotohof archiv die beiden Preisträger:innen. In dynamischen Portraits zeigt Mike Ying (UK) die schwierige Situation professioneller Tänzer:innen während der Covid-19 Pandemie. Lea Abendsteins (AT) vielschichtige Collagen vermitteln die Innenwelt im pandemischen Lockdown und die Auswirkungen auf den Alltag, auf psychische Gesundheit und Familienstrukturen.

Das Fotohof archiv ist Heimstätte des Nachlasses von Wolf Suschitzky und sieht daher seine Verantwortung nicht nur im Erhalt des materiellen Erbes von Wolf Suschitzky, sondern auch in der Vermittlung seines ideellen Vermächtnisses und seines Zugangs zur Fotografie durch diese Kooperation mit dem österreichischen Kulturforum London.

FOTOHOF archiv / Salzburg
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28.05.2022
Anna Breit / Rebecca Unz

Mit Anna Breit und Rebecca Unz präsentiert der FOTOHOF zwei junge österreichische Fotografinnen, die sich auf unterschiedliche Weise mit der Jugendkultur ihrer Zeit auseinandersetzen.

Die Serie Teens (in their rooms) von Anna Breit, die letztes Jahr als gleichnamiges Buch in der FOTOHOF edition veröffentlicht wurde, ist eine umfassende Sammlung von Porträts Jugendlicher zwischen 13 und 19 Jahren in ihren eigenen Räumen, in der Umgebung, die sie sich selbst geschaffen haben. Zimmer sind für Teenager:innen, die noch bei ihren Eltern leben, der erste Versuch, ihre eigenen Interessen und Haltungen auszudrücken. Diese Rückzugsorte sind die Bühne für das Porträt der Jugendlichen. Anna Breits Fotografien halten diesen Zustand der adoleszenten Entwicklung, diese intensive Zeit der Selbstfindung und Hinterfragung der Identität, fest.
      
Die Protagonist:innen in der Porträtreihe Sensibelchen von Rebecca Unz entstammen dem Freundeskreis der Fotografin in der Grazer Hip-Hop-Szene. Unter bewusstem Verzicht auf die Darstellung aller populären Attribute, Accessoires und Kleidungsstücke, die diese Subkultur aus Musik, Tanz und Lifestyle ausmachen, wählt Rebecca Unz einen möglichst engen Bildausschnitt und konzentriert den Blick auf die Gesichter. Die Serie Projektionsflächen ist eine Dekonstruktion des Prozesses der Porträtaufnahme. Rebecca Unz versucht nicht etwas über das Subjekt zu enthüllen, sondern projiziert ihre Vision bzw. Idee auf den Porträtierten, ähnlich einer Leinwand, um ein visuelles Spiel mit Licht, Ton, Pose und Oberfläche zu schaffen.

Anna Breit, *1991 in Wien, fotografische Arbeiten zwischen Modefotografie und freien künstlerischen Projekten, lebt und arbeitet in Wien. www.annabreit.com

Rebecca Unz, *2000 in Graz, Studium an der Ortweinschule Graz, August Sander Preisträgerin 2020. Lebt in Feldbach und arbeitet in Graz. www.rebeccaunz.xyz

FOTOHOF / Salzburg
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02.07.2022
Katrin Hornek: Metabolic Trips

Ab 12. Mai 2022 zeigt das JesuitenFoyer die Ausstellung Metabolic Trips der Msgr. Otto Mauer Preisträgerin 2021 Katrin Hornek Präsentiert werden Skulpturen aus der Serie Lithos und ausgewählte Arbeiten, die in der Einzelausstellung Plant Plant in der ar/ge Kunst in Kooperation mit BAU in Bozen im Winter 2021/2022 zu sehen waren. Das Projekt Plant Plant basiert auf einer Recherche von Katrin Hornek, die im Rahmen der fünften Ausgabe des One Year-Long Research Project von ar/ge kunst und der BAU Residency 2020/21 durchgeführt wurde.

 

Plant Plant wurde von Katrin Hornek als ortsbezogene Installation und Interaktion konzipiert. Präsentiert wurden ein Film und eine Reihe von Skulpturen, die das chemische Element Stickstoff als Prisma nutzen, um die Geschichte der Düngemittelproduktion mit ihren unmittelbaren und planetarischen Verflechtungen zu betrachten. Die Künstlerin stützt ihre Recherche auf den Ort der ehemaligen Montecatini Fabrik in Sinich, Meran, einer 1924 von Benito Mussolini gegründeten Produktionsstätte für Ammoniak – ein Grundbestandteil von Düngemitteln und Sprengstoffen. Zum Zeitpunkt ihrer Errichtung war diese Fabrik die zweitgrößte weltweit – nach der deutschen IG Farben – und Teil eines strengen Industrialisierungsprogramms Südtirols sowie auch der Versorgungssicherheit Italiens.

Mit einem spekulativen Ansatz spürt Katrin Hornek den technologischen Entwicklungen nach, die 1911 zur Erfindung des synthetischen Stickstoffs führten, und verschränkt sie mit den Geschichten der lokalen Fabrikarbeiter*innen in den den 1920ern bis heute. Durch die Entscheidung, sowohl aus einer molekularen Perspektive als auch aus der des Bodens die Geschichten zu erzählen, wird die ansonsten unsichtbare Wechselbezüglichkeit und Kontinuität zwischen menschlichen, landschaftlichen, tierischen und technischen Körpern fassbar. "Wir schicken diese Düngemittel los. Wir holen dafür Stickstoff aus der Atmosphäre in die Fabriken, aus den Fabriken auf die Felder, vom Boden in die Pflanzen, von den Pflanzen in die menschlichen Körper, in die Körper der Nutztiere. So nähren wir Wachstum, nähren wir Pflanzen, bauen wir Zellen auf, Pflanzenzellen, Tierzellen, ihre Zellen. Was macht das schon für einen Unterschied? So werden alle Proteine geschaffen, alle Hormone, die DNA ¬– für die explodierende Weltbevölkerung." kommentiert die Stimme im Film (Text: Katrin Hornek und Sabina Holzer). Plant Plant verfolgt diese Wege bis hin zur heutigen Verwendung von Ammoniak und den Folgen seiner Herstellung, die der Expansion der chemischen Industrie einen fruchtbaren Boden bereiten.

Parallel zur Ausstellung in Bozen entwickelte die Performerin Sabina Holzer auf Einladung von Katrin Hornek eine choreografierte Intervention – einen Factory Walk – in der ehemaligen Montecatini Fabrik. Ziel war es den Besucher*innen eine körperliche Erfahrung zu ermöglichen. Eine Begegnung ihrer körpereigenen Proteine mit der ehemaligen Düngemittelproduktionsarchitektur, die diese produziert haben könnte. Der Factory Walk erweitert die Recherche von Plant Plant und verschränkt die Boden- und die molekulare Perspektive mit der physischen Begegnung des Ortes, um unsere Sinne und Vorstellungskräfte zu öffnen. Er zeigt Entsprechungen zwischen organischer und anorganischer Materie, zwischen dem natürlichen, dem kulturellen und dem industriellen als miteinander verbundenen Körpern auf, die wir teilen und deren Teil wir sind.

 

KATRIN HORNEK: METABOLIC TRIPS

ERÖFFNUNG Mittwoch, 11. Mai 2022, 18 Uhr

DAUER 12. Mai – 02. Juli 2022

ORT JesuitenFoyer, Bäckerstraße 18, 1010 Wien

ÖFFNUNGSZEITEN Do und Fr 16 – 18 Uhr, Sa 11 – 13 Uhr, an Feiertagen geschlossen

INFORMATION T +43 699 1072 7508

EINTRITT FREI

 

Bildsujet Katrin Hornek, Plant Plant, 2021, Videostill, in Zusammenarbeit mit TE-R (3D-Modellierung und Animation, Ton), © Bildrecht, Wien, 2022

JesuitenFoyer / Wien
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30.07.2022
VERLAGE ZU GAST 3: HYDRA Editorial / Inframundo

Verlage zu Gast stellt engagierte internationale Publikationsprogramme in der Studiogalerie der Bibliothek vor. Die dritte Ausgabe ist dem mexikanischen Verlag HYDRA Editorial gewidmet.

HYDRA definiert sich als Plattform zur Entwicklung von fotografischen Projekten, die auf Reflexion, Dialog und Zusammenarbeit zwischen Künstler:innen, Institutionen und Verlagen beruht. Das Haus für Fotografie in Mexico City wurde 2012 von Ana Casas Broda, Gabriela González Reyes und Gerardo Montiel Klint als integrativer, flexibler und offener Raum gegründet.
          
2014 wurde das Verlagsprojekt HYDRA Editorial mit der Veröffentlichung mehrerer Fotobücher initiiert, teilweise in Zusammenarbeit mit größeren Verlagen wie RM und La Fábrica.

2018 startete das kollektive Projekt INFRAMUNDO mit der Präsentation von 22 Fotobüchern lateinamerikanischer Fotograf:innen, die aus dem HYDRA-Programm INCUBADORA DE FOTOLIBROS hervorgegangen sind. Dieses Workshop-Programm bietet Autor:innen die Möglichkeit, ihre Bücher mit Unterstützung internationaler Expert:innen, Designer:innen und Kurator:innen zu entwickeln.

FOTOHOF bibliothek / Salzburg
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