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16.10.2022
Festival La Gacilly-Baden Photo 2022

Die größte Freilicht-Fotoausstellung Europas macht zum fünften Mal Station in Baden bei Wien.

Unter dem Motto NORDWÄRTS! ist das Festival Skandinavien gewidmet. In einer gigantischen Open-Air-Galerie zeigen die weltbesten Fotograf:innen ihre faszinierenden Bilderwelten in den Parks und Gärten und der Innenstadt von Baden.
 

NORDWÄRTS! ist eine Gelegenheit die schöpferische Kraft von Künstlern aus Nordeuropa hervorzuheben, die seit den Anfängen der Fotografie eine besondere Verbindung mit der Rauheit ihrer Heimat aufrechterhalten haben. Fu?r die Bewohner Da?nemarks, Finnlands, Islands, Norwegens und Schwedens sind die Einsamkeit und die wilde Natur ein wesentlicher Bestandteil ihrer Beziehung zur Welt. Es ist kein Wunder, dass die La?nder des Nordens mit ihrer wirtschaftlichen Gesundheit zu den angenehmsten Nationen geho?ren, in denen man leben kann. Regelma?ßig von Frost und Ka?lte gela?hmt und an die freie Natur gewo?hnt, haben sie eine jahrhundertealte Tradition des politischen Konsenses, der Ablehnung von Konflikten und der gesellschaftlichen Entwicklung auf der Grundlage der strikten Erhaltung der natu?rlichen Ressourcen entwickelt. Deshalb ist es versta?ndlich, dass die schwedische Teenagerin Greta Thunberg zum neuen Gesicht des Klimawandels fu?r die Jugend der Welt geworden ist: Sie weiß, dass schmelzende Gletscher und Meereis nicht weit von zu Hause entfernt sind und dass es sich dabei nicht um eine boreale Illusion handelt.
 

Mit ihren unterschiedlichen fotografischen Ansa?tzen – einige erforschen die Ha?rte ihrer Umwelt, andere die Komplexita?t unserer modernen Entwicklungen – teilen die ausstellenden Fotograf:innen aus dem Hohen Norden eine Sichtweise, die mit Poesie vermischt ist, gelegentlich einen Hauch von Surrealismus aufweist, aber immer darauf bedacht ist, das Bewusstsein fu?r ein besseres Versta?ndnis der Welt von morgen zu scha?rfen.
 

Ku?nstler:innen, die uns Skandinavien auf ganz besondere Weise na?her bringen sind: Sune Jonsson, Pentti Sammallahti, Tiina Itkonen, Ragnar Axelsson, Tine Poppe, Sanna Kannisto, Erik Johansson, Helena Blomquist, Jonas Bendiksen, Jonathan Na?chstrand und Olivier Morin.
 

Im zweiten Erza?hlstrang des Festivals beleuchten zwei Ausnahmefotografen den Zustand unserer Umwelt: „This empty World“ von Nick Brandt ist eine eindrucksvolle Illustration einer Welt, in der fu?r Tiere, die von der zu?gellosen menschlichen Entwicklung u?berwa?ltigt werden, kaum noch Platz zum U?berleben ist. Und Mathias Depardon zeigt mit „Die Tra?nen des Tigris“ in beeindruckenden Bildern den langsamen Todeskampf dieses Flusses. 

 

Erstmals gibt es heuer einen Schwerpunkt österreichischer Fotografinnen: Magnum-Fotografin Inge Morath, die Doyenne der österreichischen Fotografie Christine de Grancy und die junge Künstlerin Verena Andrea Prenner mit „Camping“, ein Fotoprojekt über den Lebens-Unzustand Flüchtlingslager.

 

Als Jubiläumsausstellung zu 100 Jahre Niederösterreich zeigt das Festival die Ausstellung „Wildnis Dürrenstein“, einer der größten Urwälder Mitteleuropas und Unesco Weltnaturerbe. 

 

Baden / Baden
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LISA KLEIN. Body orbits

Am Donnerstag, den 22. September 2022 findet um 19 Uhr im DISTRICT4art am Wiedner Gürtel 12 im vierten Wiener Gemeindebezirk die Eröffnung von Lisa Kleins Einzelpräsentation Body orbits statt. 

 

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Werkgruppen, die Lisa Klein unter dem Dachbegriff „Körperumkreisungen“ zusammenfasst. Die Arbeiten bewegen sich im Spannungsfeld von Malerei, Fotodesign und Skulptur. Thematisiert und visualisiert wird der menschliche Körper, die An- und Abwesenheit des Körperlichen und des Geistigen, dem Oszillieren zwischen virtuellen Existenzen sozialer Medien, bei der der Körper zwar anwesend ist, aber der Geist sich aus der momentanen Realität zurückzieht und der echten Anwesenheit;

 

„In einem ‚loop‘ aus analoger und digitaler Bilderzeugung umkreist Lisa Klein ihren Anspruch auf das ‚Schöne‘. (…) Der künstlerische Flow durchdringt alle Aspekte des „Daseins“ und begründet sich, ohne dabei auf eine Enträtselung zu harren, im jeweiligen Wiederfinden des Levels, also jenem von Klein bestimmten Niveau des Ansprechens und einer, für die Künstlerin typischen, Selbstdurchdringung der „Spielweisen“ im bildnerischen Ausdruck.“ Anton Herzl, A loop of shapes in: Lisa Klein. Ich schau es mir schön, Kerber Verlag, Bielefeld/Berlin, 2021

 

Über die Zeit hat Lisa Klein zu einer eigenständigen Arbeitsweise gefunden, die sich in einer außergewöhnlichen, singulären, ästhetischen Handschrift manifestiert. So platziert sie in der Serie Fabrics (2020) auf der obersten Bildebene, das gemalte Stoff- oder Kleidungsstück und auf der darunterliegenden Ebene sich selbst, aber im Gegensatz zum dreidimensional gemalten Stoff, sich selbst zweidimensional. In der Serie Soft material girls (2020/21) steht gemalte Transparenz von Stoffstücken im Mittelpunkt, ihre eigene Person bleibt ausgeblendet. Ihre Skulpturen wiederum entstehen, indem sie spezielle Körperpartien von Kleiderpuppen abformt. 

 

Auch in der Fotodesign-Serie Dolly and Bolly get dressed (2014/15) spielen diese Kleiderpuppen, die Lisa Klein zum Abformen ihrer Skulpturen verwendet, eine elementare Rolle. Sie „bekleidet“ sie mit von ihr gesammelten Kartonagen und Verpackungsmaterialien und schafft so temporäre Skulpturen. 

 

„Die alten Gipsspuren geben den Puppen etwas Lebendiges. Sie haben quasi schon gearbeitet, tragen etwas ‚Gebrauchtes‘. Es sind temporäre Skulpturen, die ich aus Füllgut, leeren Bierdosen, Gummihandschuhen usw., nur für diese Fotos angefertigt habe." Lisa Klein, Ich schau es mir schön. Die Künstlerin im Selbstinterview, in: Lisa Klein. Ich schau es mir schön, Kerber Verlag, Bielefeld/Berlin, 2021

 

Im November 2021 ist im Kerber Verlag, Bielefeld/Berlin die Publikation Lisa Klein. Ich schau es mir schön erschienen.

 

Bildsujet: Lisa Klein, Soft material girl 03, 2020, Öl und Acryl auf Leinwand, 140 x 100 cm, Foto: Lisa Klein

Galerie DISTRICT4art / Wien
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06.11.2022
ZEITGESCHICHTEN

Als abschließendes Kapitel der Ausstellungstrilogie zur Krise westlicher Paradigmen (HEXEN/GÖTTINNEN) fragt ZEITGESCHICHTEN, wie wir die Idee von Linearität und Fortschritt unterbrechen könnten. Das lineare Zeitmodell mit der einhergehenden Vorstellung eines kontinuierlichen Fortschritts – eine wichtige Matrix des westlichen Denkens – hat sich auch in der Kunstgeschichte abgelagert, so im Begriff der Avantgarde oder in unterschiedlichen Institutionstypen wie dem Museum oder der Kunsthalle. Wir sollten diese Beziehung zur Zeit überdenken, die entweder historisiert und einschließt oder die Gegenwart als eine Art Ware behandelt, als Rohstoff, der für zukünftigen Profit abgebaut wird. Was wäre, wenn sich unser Denken des Zyklischen nicht auf das regelmäßige Kreisen der Uhrzeiger beschränkte, sondern sich einem Zeit­bewusstsein öffnete, das empfänglich für komplexe Verflechtungen und Wechselbeziehungen von Zeiten ist? In diesem Zeitkonzept würden Imagination und Wandel als ebenso wesentlich gelten wie überlieferte Erfahrungen vom Leben des Planeten, seiner menschlichen und nichtmenschlichen Gemeinschaften. Eine erweiterte Gegenwart wäre von mehr als nur den trägen Trümmern der Vergangenheit angereichert – die vorangegangenen Wissen lebten stattdessen in Adaptionen und Verkörperungen darin fort. Könnten wir Zeitbeziehungen leben, in denen wir über Formen der Heilung spekulieren, wohl wissend, dass wir die Zukunft niemals mit geplanten Kalendern kontrollieren werden?

 

Mit Azin Feizabadi, Mónica de Miranda, Ma?gorzata Mirga-Tas und Vladislav Shapovalov

 

Kuratiert von Nina Tabassomi

 

Leitsujet: Zeitgeschichten © TAXISPALAIS

TAXISPALAIS Kunsthalle Tirol / Innsbruck
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