Versäumen Sie nie wieder eine Foto-Ausstellung!
Alle (4)
Ausstellung (4)
Ausstellung läuft noch
12
Tag(e) bis zum
21.08.2022
Tomoko Kawai: Becoming Animals. It animates me, and I animate

Tomoko Kawai beleuchtet die menschliche Natur mittels fotografischer Handlungen, interdisziplinärer Aktivitäten und Feldforschung in urbanen und natürlichen Umgebungen. Kawais Projekt entwickelte sich aus ihrer langjährigen Untersuchung der Mensch-Natur-Beziehung sowie dem Fotografieren von zoologischen Gärten und jenen entfremdeten Räumen, die wir Menschen für Tiere errichten. Die Ausstellung „Becoming Animals. It animates me, and I animate it“ befasst sich mit Tieren, dem Selbst und dem Abbild. Kawais Ausstellung sucht nach Wegen, sich wieder mit der Natur zu verbinden, indem sie diese entfremdete Beziehung heraufbeschwört.

 

Tomoko Kawai ist eine japanische Künstlerin, die in Berlin lebt. Kawai schloss ihr Studium an der Academy of Art University in San Francisco ab. Von 2017 bis 2018 nahm sie am Internationalen Atelierprogramm im Künstlerhaus Bethanien teil. Ihr jüngstes Buch, Intimacy of Paradise, erschien 2021 im Verlag für moderne Kunst in Wien und erhielt Silber beim Deutschen Fotobuchpreis 2021.

 

 

©Tomoko Kawai, Becoming Animals, 2020–2021

EIKON Schauraum / Wien
Ausstellung
Ausstellung läuft noch
12
Tag(e) bis zum
21.08.2022
Anastasiia Yakovenko. Vanja was here

Seit der Invasion der russischen Föderation in der Ukraine am 24. Februar 2022 häufen sich Meldungen über Vergewaltigungen von Ukrainer:innen durch russische Soldaten in den sozialen Medien, in der Presse und in NGO-Reporten. Anastasiia Yakovenko widmet sich diesem den aktuellen Krieg begleitenden Aspekt und möchte zugleich den Fragen nachspüren, wer wie über diese Gewalt spricht, was ungesagt bleibt und wie diese Verbrechen von den Opfern verarbeitet werden können. Aus den darstellenden Künsten kommend, nutzt sie das fotografische Medium als Instrument, schwer rekonstruierbare Narrative in künstlerische Bilder zu überführen. In ihrer Bildsprache rekurriert Yakovenko auf die feministische Gruppe FEMEN, zeigt aber den visuellen Protest einer neuen Generation.

Der Ausstellungstitel „Vanja was here“ (russisch „??? ??? ????“) entlehnt Yakovenko einer Inschrift der Burg Liechtenstein in Maria Enzersdorf. Das Gebäude lag während der Besetzung Österreichs 1945 bis 1955 in der sowjetischen Zone; russische Soldaten kritzelten damals sinngemäß „Petya/ Vasya/ Vanja was here“ auf die Türen des Burg. Vanja – einer häufigsten männlichen Vornamen in Russland – steht nun stellvertretend als Synonym für die Täter. Mit „Vanja was here“ möchte Yakovenko nicht nur die europäische Öffentlichkeit auf diese Kriegsverbrechen hinweisen, sondern auch die Opfer motivieren, sich psychologische Hilfe und Unterstützung zu holen.

Im Rahmen der Ausstellung besteht die Möglichkeit, an die Hilfsorganisationen MASHA Foundation (mashafund.org.ua) zu spenden und somit die Opfer sexueller Gewalt in der Ukraine zu unterstützen.

Anastasiia Yakovenko (geb. 1998 in Poltawa, Ukraine) arbeitete von 2015 bis 2021 im Theater des modernen Dialogs (ukrainisch „????? ????????? ???????“) in Poltawa und realisierte dort zahlreiche Projekte in den Themenfeldern Diskriminierung, Migration und Korruption sowie zur Annexion der Krim. 2021 entdeckte sie die Fotografie als künstlerisches Ausdrucksmittel für sich. Anastasiia Yakovenko studiert derzeit Kommunikationswissenschaften in Wien.

 

©Anastasiia Yakovenko, ohne Titel // Untitled, 2022

EIKON Schauraum / Wien
Ausstellung
Ausstellung läuft noch
68
Tag(e) bis zum
16.10.2022
Festival La Gacilly-Baden Photo 2022

Die größte Freilicht-Fotoausstellung Europas macht zum fünften Mal Station in Baden bei Wien.

Unter dem Motto NORDWÄRTS! ist das Festival Skandinavien gewidmet. In einer gigantischen Open-Air-Galerie zeigen die weltbesten Fotograf:innen ihre faszinierenden Bilderwelten in den Parks und Gärten und der Innenstadt von Baden.
 

NORDWÄRTS! ist eine Gelegenheit die schöpferische Kraft von Künstlern aus Nordeuropa hervorzuheben, die seit den Anfängen der Fotografie eine besondere Verbindung mit der Rauheit ihrer Heimat aufrechterhalten haben. Fu?r die Bewohner Da?nemarks, Finnlands, Islands, Norwegens und Schwedens sind die Einsamkeit und die wilde Natur ein wesentlicher Bestandteil ihrer Beziehung zur Welt. Es ist kein Wunder, dass die La?nder des Nordens mit ihrer wirtschaftlichen Gesundheit zu den angenehmsten Nationen geho?ren, in denen man leben kann. Regelma?ßig von Frost und Ka?lte gela?hmt und an die freie Natur gewo?hnt, haben sie eine jahrhundertealte Tradition des politischen Konsenses, der Ablehnung von Konflikten und der gesellschaftlichen Entwicklung auf der Grundlage der strikten Erhaltung der natu?rlichen Ressourcen entwickelt. Deshalb ist es versta?ndlich, dass die schwedische Teenagerin Greta Thunberg zum neuen Gesicht des Klimawandels fu?r die Jugend der Welt geworden ist: Sie weiß, dass schmelzende Gletscher und Meereis nicht weit von zu Hause entfernt sind und dass es sich dabei nicht um eine boreale Illusion handelt.
 

Mit ihren unterschiedlichen fotografischen Ansa?tzen – einige erforschen die Ha?rte ihrer Umwelt, andere die Komplexita?t unserer modernen Entwicklungen – teilen die ausstellenden Fotograf:innen aus dem Hohen Norden eine Sichtweise, die mit Poesie vermischt ist, gelegentlich einen Hauch von Surrealismus aufweist, aber immer darauf bedacht ist, das Bewusstsein fu?r ein besseres Versta?ndnis der Welt von morgen zu scha?rfen.
 

Ku?nstler:innen, die uns Skandinavien auf ganz besondere Weise na?her bringen sind: Sune Jonsson, Pentti Sammallahti, Tiina Itkonen, Ragnar Axelsson, Tine Poppe, Sanna Kannisto, Erik Johansson, Helena Blomquist, Jonas Bendiksen, Jonathan Na?chstrand und Olivier Morin.
 

Im zweiten Erza?hlstrang des Festivals beleuchten zwei Ausnahmefotografen den Zustand unserer Umwelt: „This empty World“ von Nick Brandt ist eine eindrucksvolle Illustration einer Welt, in der fu?r Tiere, die von der zu?gellosen menschlichen Entwicklung u?berwa?ltigt werden, kaum noch Platz zum U?berleben ist. Und Mathias Depardon zeigt mit „Die Tra?nen des Tigris“ in beeindruckenden Bildern den langsamen Todeskampf dieses Flusses. 

 

Erstmals gibt es heuer einen Schwerpunkt österreichischer Fotografinnen: Magnum-Fotografin Inge Morath, die Doyenne der österreichischen Fotografie Christine de Grancy und die junge Künstlerin Verena Andrea Prenner mit „Camping“, ein Fotoprojekt über den Lebens-Unzustand Flüchtlingslager.

 

Als Jubiläumsausstellung zu 100 Jahre Niederösterreich zeigt das Festival die Ausstellung „Wildnis Dürrenstein“, einer der größten Urwälder Mitteleuropas und Unesco Weltnaturerbe. 

 

Baden / Baden
Ausstellung
Ausstellung läuft noch
89
Tag(e) bis zum
06.11.2022
ZEITGESCHICHTEN

Als abschließendes Kapitel der Ausstellungstrilogie zur Krise westlicher Paradigmen (HEXEN/GÖTTINNEN) fragt ZEITGESCHICHTEN, wie wir die Idee von Linearität und Fortschritt unterbrechen könnten. Das lineare Zeitmodell mit der einhergehenden Vorstellung eines kontinuierlichen Fortschritts – eine wichtige Matrix des westlichen Denkens – hat sich auch in der Kunstgeschichte abgelagert, so im Begriff der Avantgarde oder in unterschiedlichen Institutionstypen wie dem Museum oder der Kunsthalle. Wir sollten diese Beziehung zur Zeit überdenken, die entweder historisiert und einschließt oder die Gegenwart als eine Art Ware behandelt, als Rohstoff, der für zukünftigen Profit abgebaut wird. Was wäre, wenn sich unser Denken des Zyklischen nicht auf das regelmäßige Kreisen der Uhrzeiger beschränkte, sondern sich einem Zeit­bewusstsein öffnete, das empfänglich für komplexe Verflechtungen und Wechselbeziehungen von Zeiten ist? In diesem Zeitkonzept würden Imagination und Wandel als ebenso wesentlich gelten wie überlieferte Erfahrungen vom Leben des Planeten, seiner menschlichen und nichtmenschlichen Gemeinschaften. Eine erweiterte Gegenwart wäre von mehr als nur den trägen Trümmern der Vergangenheit angereichert – die vorangegangenen Wissen lebten stattdessen in Adaptionen und Verkörperungen darin fort. Könnten wir Zeitbeziehungen leben, in denen wir über Formen der Heilung spekulieren, wohl wissend, dass wir die Zukunft niemals mit geplanten Kalendern kontrollieren werden?

 

Mit Azin Feizabadi, Mónica de Miranda, Ma?gorzata Mirga-Tas und Vladislav Shapovalov

 

Kuratiert von Nina Tabassomi

 

Leitsujet: Zeitgeschichten © TAXISPALAIS

TAXISPALAIS Kunsthalle Tirol / Innsbruck
Ausstellung