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30.01.2018
TONI SCHMALE: THE GOOD ENOUGH MOTHER

ERÖFFNUNG

Donnerstag, den 07. Dezember 2017, 19.30 Uhr

 

ORT

JesuitenFoyer, Bäckerstraße 18, 1010 Wien

 

AUSSTELLUNGSDAUER

10. Dezember 2017 – 30. Jänner 2018

 

ÖFFNUNGSZEITEN

MO und DI 16–19 Uhr, SO 12–13 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung: T +43 699 11 441 567; Geschlossen von 24. Dezember 2017 bis 2. Jänner 2018

 

EINTRITT FREI

 

BESUCHERINFORMATION

www.otto-mauer-fonds.at

T + 43 51 552 - 5103

 

Unter dem Titel „the good enough mother “ zeigt die Otto Mauer Preisträgerin 2017 Toni Schmale im JesuitenFoyer ausgewählte Werke.

 

Bevor sich die geborene Hamburgerin der Kunst widmete, war sie Profifußballerin. Von 1994 bis 2002 spielte sie in der Regional- und Bundesliga sowie zuletzt in der deutschen Frauen-Nationalmann-schaft. Nach Beendigung ihrer Karriere als Fußballerin begann sie 2003 ein Studium der Medienkunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. 2009 wechselte sie an die Akademie der bildenden Künste Wien in die Klasse Performative Kunst von Carola Dertnig und absolvierte 2013 in der Klasse Performative Bildhauerei bei Monica Bonvicini ihr Diplom.

 

Ihre Skulpturen, Performances, Zeichnungen, Animationen, Videos und Interventionen im öffentlichen Raum formulieren eine Kritik an den bestehenden sozialen und gesellschaftlichen Machtverhältnissen. Schmales Werk hinterfragt stereotype Geschlechter-konstruktionen und Zuschreibungen. Ihre queer-feministische Sichtweise auf Macht, Kontrolle und Ordnung setzt sie selbstbewusst mit bildhauerischen Mitteln konsequent in Szene.

 

Ihre massiven, schwergewichtigen und meist monumental anmutenden Skulpturen entstehen in monatelanger Arbeit im Atelier. Zum Großteil aus Beton, Stahl, Edelstahl und Messing gefertigt, stehen sie als in sich geschlossene Werke, meist ohne Sockel frei im Raum. Die Skulpturen bestehen aus einzelnen Fragmenten, die durch unsichtbare, weil im Innenleben befindliche Verbindungen zusammengehalten werden. Ihre Titel eröffnen eine weitere, oft humorvolle Bedeutungsebene und heißen u.a. „the good enough mother“ (2017), „kontaktgrill“ (2013), „waltraud“ (2016), „lap“ (2013), „fisting“ (seit 2012, fortlaufende Serie), „streckbank martha“ (2014), „feuerbock“ (2015) oder „analdusche“ (2014).

 

Im klassischen Sinne ist Toni Schmale Bildhauerin und damit in einem Bereich tätig, der traditionell als „männlich“ gilt. Für die Selbstauslöser Fotoserie „zwischen-durch“ (seit 2010, fortlaufend) inszeniert sie sich in Arbeitshosen, in schweren Schuhen und mit Kappe und verweist damit auf die Skulptur, die heute immer noch als „männliche“ Kunstkategorie wahrgenommen wird.

 

Für ihre Werkserie „170 grad + 400 grad“ (2017) nutzt Schmale die Eigenschaft von Edelstahl, das unter Einfluss hoher Temperaturen seine Farbqualität verändert. Je nach Hitzegrad entstehen überraschende Farbkombinationen, von schimmerndem Kupfergold über Violett bis hin zu leuchtendem Blau. In dieser Werkserie spielt Schmale mit den Kräften der Physik. Die Materialoberfläche wird zur Membran, trennt den plastischen Körper vom Umraum und materielle Sinnlichkeit wird zum Ausdruck ihrer selbst. Auf den ersten Blick erinnert ihr Umgang mit industriell produzierten Materialien an die Herangehensweise der Vertreter der Minimal Art, die Material primär als ästhetische Qualität wahrnehmen. Ihre Skulpturen hingegen sind inhaltlich aufgeladene und komplexe Gestalten, die an Fetisch- und Folterinstrumente erinnern, aber im physikalischen und metaphorischen über die Verteilung von Kraft und der Ausbalancierung von Macht- und Spannungsverhältnissen sprechen. Ihre Skulpturen verhandeln die Verhältnisse von Macht und Gewalt, Dominanz und Unterwerfung, Mensch und Maschine. 

 

Bildlegende: Toni Schmale, Selbstportrait, loch ist loch

Fotocredit: Toni Schmale

JesuitenFoyer / Wien
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31.01.2018
Kacper Kowalski "OVER"

Eröffnung: 16. November 2017 um 19 Uhr

Ausstellungsdauer: 17. November 2017 bis 31. Januar 2018

 

 

Vor 20 Jahren entdeckte Kacper Kowalski für sich das Fliegen. Für ihn war es wie ein verwunschener Garten. Er fand sich selbst in einem motorisierten Paraglider und betrat damit einen Raum, den er mit niemanden teilen musste. Er konnte den Wind schmecken und riechen. Fliegen wurde zu einer Droge und die Fotografie wurde zur Rechtfertigung, allein mitten in der Unendlichkeit zu sein.

 

Zu dieser Zeit gab es keine Digitalkameras oder Dronen. Die Bilder wurden zu Trophäen, die er zurück brachte, um sie denen zu zeigen, die die Welt noch nie aus seinem Blickwinkel gesehen hatten.

 

Nach zwei Jahrzehnten des Fliegens und all die Risiken in Kauf nehmend, verlor Kowalski den Glauben an das, was er tat. Wie konnte er solche Risiken rechtfertigen? Machte das alles noch Sinn? Dronen überströmten den Himmel und sein verwunschener Garten war voller Eindringlinge.

 

Dann fiel der erste Schnee und bedeckte die Landschaft, verwandelte sie in eine weiße Leinwand. Kowalski blickte tief in seine Seele und fühlte ungeahnte Möglichkeiten. In seiner neuen Serie OVER fotografierte er die Erde mit großem Augenmerk auf Form, Gestaltung und Muster, er verwandelte die gefrorene Landschaft in atemberaubende Kunstwerke.

 

Einige der Bilder erinnern uns an abstrakte Malerei, wo Spuren von Tieren oder Traktoren wie schwarze Pinselstriche aussehen. In anderen fühlt es sich an, als ob wir in ein Mikroskop oder Teleskop schauen. Der wichtigste Aspekt ist, dass wir heute weder einen Nachweis erbringen müssen, wie die Welt von oben aussieht, noch ist es wichtig, welches Bild das Auge mechanisch registriert. Für Kowalski ist wesentlich, was unser Bewusstsein erkennt.

 

Kacper Kowalski wurde 1977 geboren und studierte Architektur an der Technischen Universität in Danzig. Nachdem er vier Jahre als Architekt arbeitete, widmete er sich dem Fliegen und der Fotografie. Er machte viele Luftaufnahmen von ländlichen und urbanen Umgebungen in seiner Heimat Polen. Er erhielt viele Auszeichnungen für seine Bilder wie etwa den World Press Photo Preis (2009, 2014, 2015) und wird seit 2013 von der AnzenbergerGallery vertreten. Sein erstes Buch Side Effects wurde 2014 publiziert. Soeben ist sein zweites Buch Over erschienen. Kowalski lebt und arbeitet in Gdenia, Polen.

 

Foto (c) Anzenberger/ Kacper Kowalski

AnzenbergerGallery / Wien
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03.02.2018
Andere Geschichte(n)

Was für Geschichten erzählt die Kunst? Nach Niklas Luhmanns Systemtheorie soll Kunst das „Unbeobachtbare beobachtbar machen", sie erzeuge eine „zweite Realität“, die es ermögliche, die Realität aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Kunst kann, Luhmann zufolge, damit niemals nur Beobachtung oder Repräsentation der Welt leisten, sondern muss vielmehr zur Herstellung von Distanz und Reflexivität beitragen. Das kann Kunst auch dadurch, dass sie eine andere Welt und Realität erschafft, eine andere Geschichte erzählt.
Die in der Gruppenausstellung „Andere Geschichte(n)“ vertretenen KünstlerInnen erzählen ganz unterschiedliche Geschichten, sie hinterfragen gewohnte Bilder und offenbaren neue, überraschende Blickwinkel: Geschichten über die Subjektivität der Wahrnehmung von Raum, Natur (insbesondere der Berge) und Welt treffen auf Bilder des Erinnerns, auf persönliche Fundstücke und Erlebnisse oder auch auf Erzählungen über das Scheitern und Weitermachen. Neue Blickwinkel auf Flucht und Vertreibung zeigen einzelne Menschen mit ihren Sehnsüchten jenseits der medialen Hysterie. Bilder von Bomben werden zu Blumenarrangements umfunktioniert, künstliche Organe und verletzte Steine lassen die Grenzen zwischen Mensch und Maschine, zwischen toter Materie und lebendem Organismus durchlässig erscheinen. Andere Geschichten werden schließlich auch in performativen Arbeiten dargestellt, in „Bildstörungen“, die den Körper und Umraum verschwimmen lassen, in „Körpergeschichten“, basierend auf emotionalen Zuständen, die von SpezialistInnen aus der Bewegungsanalyse weiter geschrieben und visualisiert werden.
KünstlerInnen Anke Armandi, Ruth Brauner, CEMS (Michael Endlicher und Cynthia Schwertsik mit Teilnahme von Natascha Auenhammer), Babsi Daum, Harald Gfader, Michael Goldgruber, Maria Grün, Romana Hagyo und Silke Maier-Gamauf, Maria Hanl, Lena Knilli, Brigitte Konyen, Michael Kos, Salon Flux (Mira Loew, Belen Zahera, Jane Frances Dunlop, David Altweger; Franziska Zaida Schrammel), Johann Schoiswohl, Elisabeth Wedenig, Linda Zahra

k├╝nstlerhaus 1050 / wien
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28.02.2018
Elisabeth Czihak. Being in Limbo

„Elisabeth Czihaks Arbeiten erzählen von der Transformation des scheinbar Konstanten, ebenso wie von der Dauer und dem Überdauern von architektonischen Körpern, Lebensspuren und Erinnerungen. In dem Bestreben, das Flüchtige, Versteckte und nicht mehr Vorhandene festzuhalten, liegt eines der übergreifenden Themen ihrer dokumentarischen Fotografien und der zumeist abstrakten Papier- und Wandzeichnungen.“ (Annette Südbeck)

Mit der aktuellen Tapeten-Installation „Add-on“, gepaart mit in den Raum gesetzten Fotografien, zeigt sich exemplarisch Czihaks Interesse an der Konstruktion von Raum und dessen Aneignung, mit dem Ziel architektonischer Erweiterung und neuer Wahrnehmungsmöglichkeiten bestehender Gegebenheiten.

 

Elisabeth Czihak, geb. 1966 in Tübingen, ist eine österreichische Keramikerin, Bildhauerin, Grafikerin und Fotografin. Studium an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz (Keramik) und an der Akademie der bildenden Künste Berlin (Bildhauerei) bei Lothar Fischer. 2003 und 2005 lehrte sie als Assistentin von Judy Fox und 2007 von Wang Fu an der Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst in Salzburg. Zahlreiche Beteiligungen an internationalen Ausstellungen und Festivals.

Zeitgleich mit der Eröffnung wird die neue EIKON-Ausgabe Nr. 99 vorgestellt.

Elisabeth Czihak. Being in Limbo
Ausstellungsdauer: 6.9.2017 – 28.2.2018 tgl. 10–22 Uhr
Eröffnung: 5.9.2017, 19:00 Uhr
Ort: EIKON Schaufenster, Q21 im MuseumsQuartier Wien / Schauräume, Museumsplatz 1, 1070 Wien

EIKON Schaufenster, Q21 im MuseumsQuartier Wien / Electric Avenue / Wien
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03.03.2018
Werner Schnelle - Unikate. Analoge Fotoarbeiten

Werner Schnelle
Unikate. Analoge Fotoarbeiten

Ausstellung: 19. Jänner − 3. März 2018
Eröffnung: 18. Jänner, 19.00 Uhr

Der Salzburger Fotokünstler Werner Schnelle hat seine Arbeit der Reflexion des analogen fotografischen Prozesses gewidmet. Im Fokus seines Interesses stehen nicht die fotografierten Motive oder die fotografisch-dokumentarische Erkenntnis der Welt, sondern er untersucht in seinen Bildern vielmehr die Art und Weise, wie die fotografische Aufnahme und Aufzeichnung selbst vonstatten geht. Dazu gehören Bilder mit ganz unterschiedlichen Kameras wie Polaroid-Fotografie oder die Nutzung extrem großformatiger Studiokameras; oder auch fotografische Techniken, die ohne Kameras auskommen und deren Bilder nur durch Belichtung in der Dunkelkammer auf Fotopapier entstehen, wie Fotogramme und Chemigramme.

Einen großen Teil der Ausstellung umfassen Negativ-Unikate. Bei diesen Bildern wird kein Film benutzt (der als Negativ dann weitere Positiv-Kopien ermöglicht), sondern das Fotopapier wird direkt in die Großbildkamera eingelegt und belichtet. Es entsteht ein großformatiges Negativ auf Papier, das ohne weitere Bearbeitung oder Kopiervorgänge in der Galerie ausgestellt wird.

Werner Schnelle, *1942 in Wien, lebt in Salzburg. Zahlreiche Ausstellungen, u.a. 2009/10 Werkschau „Fotokonzepte“ im Museum der Moderne Salzburg. 2017 Übernahme von Arbeiten aus allen Werkgruppen in das FOTOHOF archiv. 2009 erschien der Bildband „Werner Schnelle, Fotografien“ mit Texten von Kurt Kaindl und Margit Zuckriegl.

Zur Ausstellung erscheint ein Bildband in der FOTOHOF edition und am 2/3. März hält Werner Schnelle einen Workshop über analoge Fototechniken.

FOTOHOF / Salzburg
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16.03.2018
FEEL IT, FILL IT in Lola LIK
Fotoausstellung im ehemaligen Gefängnis mit: Natascha Auenhammer, Michael Bachhofer, Xandra Bremers, Max Denzer, Barbara Klampfl, Arno Lukas, Latif Mukasa, Daniel Nassoy, Christian Rouchouse, Christiane Spatt, Xecon Uddin, Mieke Vasse
 
On November 17th, the exhibition "FEEL IT, FILL IT” will be opened Mrs. Daria Bouwman of the Austrian Embassy in the Netherlands, and Paul Mbikayi,  Managing Director Refugee Talent Hub. Eleven international artists will change the Remise in the former Amsterdam prison into an Art Room. With their spacious pictures, they tell the story of being captive, tied men of Daniel Nassoy, with their beautiful shiny bodies, the blindfolded men of Xecon, the complex pictures of Max Denzer, the Pictures of ESCAPE by Natascha Auenhammer,the pigeon that did not prove to be a pigeon of Christane Spatt. They all tell the story of the many refugees and the purpose of Lola Lik (www.Lolalik.nl) in Amsterdam,  the Refugee Compagny and the many other companies to make refugees feel safe and to help them with internships, thus reducing the distance to the Dutch society. The Art Room "FEEL IT, FILL IT” will stay until March 2018. 
 
LOLA LIK  / Amsterdam
Ausstellung