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09.12.2022
NACH DEM 24. FEBRUAR: Fotografien aus der Ukraine, Moldawien u. Russland nach dem russischen Angriff

„Das Leben im Krieg ist keine Heldentat, sondern vielmehr eine Routine aus Überleben, Sterben, Flucht, Wahnsinn, Anpassung und Protest. In der Ukraine bewegen sich die Menschen zwischen Granaten und Bomben. In Russland hingegen leben die Menschen in einem Umfeld, das diese Bombardierungen organisiert und rechtfertigt. Es handelt sich um zwei Arten von Kriegsräumen: Einen der Opfer und einen der Angreifer.“ Alexander Sorin, Kurator der Ausstellung NACH DEM 24. FEBRUAR

 

Vier Geschichten, vier Perspektiven, vier Fotograf:innen: eine Dokumentation des Krieges in der Neuen Welt

 

Vom 16. November bis 09. Dezember 2022 zeigen vier Fotograf:innen in der GALERIE HILGER NEXT in der Brotfabrik Wien unter dem Titel NACH DEM 24. FEBRUAR vier verschiedene Perspektiven auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Die dargestellten Lebenswelten könnten kaum vielfältiger sein: Ukraine im Kriegszustand, ukrainische Flüchtlinge in der Republik Moldau, Russland unter dem Einfluss von Propaganda und vereinzeltem Protest. Mit ihren fotografischen Arbeiten und sehr persönlichen Beschreibungen drücken die Künstler:innen Alyona Malkowskaya, Viktoria Iwlewa, Sergei Stroitelew und Pavel Mirny ihre Haltung zum Krieg. Sie distanzieren sich explizit von der passiven Rechtfertigung der russischen Aggression und wollen damit den Diskurs des Hasses aufbrechen.

 

Mit der Ausstellung leisten Alyona Malkowskaya, Viktoria Iwlewa, Sergei Stroitelew und Pavel Mirny Aufklärungsarbeit und Dokumentation zugleich und zeigen, dass nicht die Nationalität eines Menschen die Demarkationslinie zwischen Gut und Böse, zwischen Würde und Brutalität darstellt. Die vier Fotograf:innen nutzen die ihnen zur Verfügung stehenden Mittel, Kamera und Worte, um aufzuzeigen, dass nach dem 24. Februar 2022 das Leben in ein „vorher“ und ein „niemals wieder wie vorher“ geteilt worden ist. Für alle Vier bedeutet die Dokumentation des Krieges, der „Neuen Welt“ nach dem 24. Februar journalistisches und bürgerschaftliches Engagement, vor allem aber die Möglichkeit, sich aktiv von der Aggression zu distanzieren.

 

NACH DEM 24. FEBRUAR ist die Auftakt-Ausstellung in Wien zur Ukraine im Kriegszustand. In den kommenden Monaten sind weitere Ausstellungen in Kooperationen mit Kunstinstitutionen an weiteren Orten in Österreich und Deutschland geplant.

 

„Die Ausstellung kann zum jetzigen Zeitpunkt weder Versöhnungsangebot noch Aufforderung zum Dialog sein. Sie leistet in Zeiten eines schrecklichen Krieges Aufklärungsarbeit und lädt vor allem jene zum Nachdenken ein, die den Luxus genießen, nicht unmittelbar den Kriegshandlungen oder ihren Folgen ausgesetzt zu sein. Oder den Repressionen eines diktatorischen Staates.“ Dr. Stefanie Harter, Direktorin Dialogbüro für zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit in Ost- und Südosteuropa und Initiatorin der Ausstellung NACH DEM 24. FEBRUAR

 

Foto: Viktoria Iwlewa, Eine russische Bombe ist im Zoo gelandet im Mykolajiw, August 2022, © Viktoria Iwlewa

 

GALERIE HILGER NEXT in der Brotfabrik Wien / Wien
Ausstellung
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10.02.2023
Markus Krottendorfer

 

Markus Krottendorfers fotografische Praxis bewegt sich an der Schnittstelle zwischen Dokumentarischem und Fiktivem, wobei er konsequent die Grenzen zur  Gebrauchsfotografie auslotet. Im Zentrum seiner aktuellen Serie Phantom of the Poles (seit 2012) steht der Konflikt um umstrittene Erzählungen historischer Wirklichkeiten und Weltbilder. Der Titel bezieht sich auf die gleichnamige Publikation von William Reeds, die 1906 veröffentlicht wurde. Reeds geht in seinem Buch davon aus, dass das Innere der Erde hohl ist und sich in ihr eine eigene Welt mit Ozeanen, Vulkanen und Wasserfällen befindet. Die Eingänge zu dieser „Unterwelt“ vermutet Reeds an den beiden Polkappen. Dieser Hypothese spürt Krottendorfer nach, indem  er verschiedene Eingänge an entlegenen Orten aufsucht und diese fotografisch dokumentiert: Gletscher, Bergspitzen, unterirdische Wasserläufe und Höhlensysteme. Mittels verführerischer Ästhetik täuscht, manipuliert und weckt der Künstler unsere Sehnsüchte, führt uns als Betrachtende in die Irre. Damit legt er die Problematik des Dokumentarischen offen und dessen politische Dimension – wer konstruiert unsere Sicht auf die Welt?

 

Markus Krottendorfer (geb. 1976 in Wien), lebt und arbeitet in Wien. Nach der Ausbildung an der Schule Friedl Kubelka für künstlerische Fotografie Wien absolvierte er sein Diplom an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Eva Schlegel und Josephine Pryde. Seit 2001 zeigte er seine Arbeiten international in zahlreichen  Einzel- und Gruppenausstellungen und brachte mehrere Künstlerbücher heraus. Sein neues Buch Terminal erscheint demnächst in der FOTOHOF edition. Die Arbeit des Künstlers wird parallel zu dieser Ausstellung in EIKON #120 mit einem Text von Thomas Edlinger vorgestellt.

 

Dem Künstler ist ein umfassender Hauptbeitrag in EIKON #120 gewidmet.

Weitere Informationen unter markuskrottendorfer.com

 

 

 

Markus Krottendorfer

Eröffnung: 8.11.2022 | 19:00 Uhr

Laufzeit: 9.11.2022 bis 10.2.2023

Öffnungszeiten: Do und Fr, 14 bis 18 Uhr | 24 Stunden am Tag einsichtig

Ort: EIKON Schauraum, Q21 / MuseumsQuartier Wien, Museumsplatz 1, 1070 Wien

 

 

 

 

Foto: MARKUS KROTTENDORFER, Glacier Surface I, 2022, aus der Serie Phantom of the Poles, C-Print, 100 x 80 cm

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Markus Krottendorfer

 

Markus Krottendorfer's photographic practice moves at the interface between the documentary and the fictional, consistently exploring the boundaries to utilitarian photography. His current series Phantom of the Poles (since 2012) focuses on the conflict surrounding controversial narratives of historical realities and world views. The title refers to William Reeds' publication of the same name, published in 1906. In his book, Reeds assumes that the interior of the Earth is hollow and that within it is a world of its own with oceans, volcanoes, and waterfalls. Reeds assumes that the entrances to this "underworld" are at the two polar caps. Krottendorfer traces this hypothesis by seeking out various entrances at remote locations and documenting them photographically: glaciers, mountain peaks, underground waterways, and cave systems. By means of seductive aesthetics, the artist deceives, manipulates, and awakens our desires, misleading us as viewers. In doing so, he exposes the problematic nature of the documentary and its political dimension—who constructs our view of the world?

 

Markus Krottendorfer (born 1976 in Vienna), lives and works in Vienna. After completing his education at the Friedl Kubelka School of Artistic Photography Vienna, he graduated from the Academy of Fine Arts Vienna in the class of Eva Schlegel and Josephine Pryde. Since 2001 he has shown his work internationally in numerous solo and group exhibitions and published several artist books. His new book Terminal will soon be published by FOTOHOF edition. The artist's work will be presented parallel to this exhibition in EIKON #120 with a text by Thomas Edlinger.

 

A main feature in the latest issue EIKON #120 is dedicated to the artist.

For further information see markuskrottendorfer.com

 

 

 

Markus Krottendorfer

Opening: November 8, 2022, 7 pm

Exhibition: November 8, 2022 – February 10, 2023
Opening hours: Thu and Fri from 2 pm to 6pm | on view 24 hours a day

Location: EIKON Schauraum, Q21 / MuseumsQuartier Wien, Museumsplatz 1, 1070 Vienna

 

EIKON Schauraum / Wien
Ausstellung
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80
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26.02.2023
Eco Land Art

Mit Marwa Arsanios, Alex Cecchetti, Katharina Cibulka, Hannelore Nenning und Amol K Patil

 

Wie wollen wir Land und Landschaft begegnen und mit ihnen leben? Kann die Fähigkeit der Kunst, Konstellationen tiefer Wahrnehmung und nachdenklicher Zuneigung zu ermöglichen, dabei eine Rolle spielen? Könnte Kunst als Gegenmittel aktualisiert werden gegen die interventionistische, ausbeuterische und kolonialistische Logik der Landnutzung – gegen eine Logik, die auch von der avantgardistischen Land Art in den USA fortgeschrieben wurde?

Können wir mit künstlerischen Aktionen, Diskussionen und Lektüren üben, uns selbst in einer demütigen Gemeinschaft mit dem Land zu situieren? Die Künstler_innen von Eco Land Art laden uns zu Begegnungen mit Landschaft und Land ein – sowohl in den Ausstellungsräumen des TAXISPALAIS als auch außerhalb der Kunstinstitution.

 

Kuratiert von Nina Tabassomi

TAXISPALAIS Kunsthalle Tirol / Innsbruck
Ausstellung
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28.05.2023
DER PORZELLAN CODE – ONE MILLION BY ULI AIGNER

Im Neuen Museum auf der Museumsinsel in Berlin findet eine Begegnung der besonderen Art statt: Gefäße aus der Steinzeit, der Bronzezeit und der Eisenzeit in der Ausstellung des Museums für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin treffen auf ihre Verwandten aus der Gegenwart, die sich weiß und wunderschön von den prähistorischen Funden abheben, jedoch die Zeitlosigkeit von Form und Funktion wahrnehmbar machen.

 

Mit dem Projekt „One Million“ nimmt Uli Aigner die Globalisierung persönlich. Das Vorhaben, bis an ihr Lebensende 1.000.000 Porzellan-Essgeschirre mit ihren eigenen Händen zu drehen, begann im Jahr 2014. In jedes Objekt graviert sie eine Nummer in der exakten Reihenfolge ihrer Herstellung und weist somit die Porzellangefäße als signierte Unikate aus. Auf der Website www.eine-million.com wird jedes einzelne Gefäß fotografiert und auf Google Maps sind die Standorte der jeweiligen Nummern zu finden – ein transnationales und transkulturelles Kunstprojekt:

 

Über die Jahre entsteht ein weltweites Netzwerk, das die Auftraggeber:innen und Besitzer:innen dieser Porzellangefäße virtuell verbindet. Die Gewissheit, aus einem Stück feuchter Erde einen Gebrauchsgegenstand machen zu können, den jeder Mensch überall auf der Welt benützen kann, verbindet Uli Aigners Tun mit der gesamten Entwicklungsgeschichte der Menschheit.

 

Bildsujet: ONE MILLION BY ULI AIGNER - ITEM 6174 - EDITION QUICK RESPONSE, Foto © Tom McCallie

Museum für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin im Neuen Museum, Museumsinsel Berlin / Berlin
Ausstellung
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304
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08.10.2023
ALPINE SEILSCHAFTEN. BERGSPORT UM 1900

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelten sich die Gegend um die Rax und der Alpenraum zum Fremdenverkehrs-Hotspot. Die bis dato noch geheimnisumwitterte Bergwelt zog Ausflügler:innen und Naturliebhaber:innen schon lange an, nun begann sich aber auch der junge Wintersport breitenwirksam durchzusetzen.

 

Gustav Jahn (1879–1919) und Otto Barth (1876–1916), zwei Künstler und leidenschaftliche Kletterer, trugen wesentlich zu dieser Entwicklung bei. Gemeinsam mit einflussreichen Persönlichkeiten und begeisterten Alpinist:innen wie der Touristenausstatterin und Sportlerin Mizzi Langer-Kauba (1872–1955), dem Fotografen, Sachbuchautor und Werbefachmann Fritz Benesch (1868–1949) und dem Gastronomen und Fotografen Camillo Kronich (1876–1958) bildeten sie eine „Seilschaft“ und steuerten dazu bei, die noch junge „Fremdenverkehrsmaschinerie“ in Schwung zu bringen.

 

Mit der Rax als Knotenpunkt erzählt „Alpine Seilschaften. Bergsport um 1900“ von der Erschließung des Alpenraums als Tourismusgebiet. Eindrucksvolle Felsformationen, Bergsteiger:innen und Schifahrer:innen in Aktion auf Gemälden und Werbesujets bezeugen und dokumentieren die euphorische Stimmung für den aufkommenden Bergsport um 1900. Die Motive auf den hochkarätigen Gemälden, Zeichnungen und Fotografien spannen einen Bogen von der Rax über den Großglockner bis zum Montblanc. Neben Gipfelstürmer:innen, Kletter:innen, Schifahrer:innen und Rodler:innen liegt ein Fokus auch auf den Bewohner:innen der Alpen. Fremdenverkehrsplakate, Reliefkarten, Fachbücher und reiches Dokumentationsmaterial zum Thema Alpinismus und Tourismus, wie etwa Tourenbücher, vermitteln einen lebendigen Eindruck von der Bergwelt um 1900.

 

LANDESGALERIE NIEDERÖSTERREICH / Krems
Ausstellung
Ausstellung läuft noch
304
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08.10.2023
ALPINE SEILSCHAFTEN. BERGSPORT UM 1900

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelten sich die Gegend um die Rax und der Alpenraum zum Fremdenverkehrs-Hotspot. Die bis dato noch geheimnisumwitterte Bergwelt zog Ausflügler:innen und Naturliebhaber:innen schon lange an, nun begann sich aber auch der junge Wintersport breitenwirksam durchzusetzen.

 

Gustav Jahn (1879–1919) und Otto Barth (1876–1916), zwei Künstler und leidenschaftliche Kletterer, trugen wesentlich zu dieser Entwicklung bei. Gemeinsam mit einflussreichen Persönlichkeiten und begeisterten Alpinist:innen wie der Touristenausstatterin und Sportlerin Mizzi Langer-Kauba (1872–1955), dem Fotografen, Sachbuchautor und Werbefachmann Fritz Benesch (1868–1949) und dem Gastronomen und Fotografen Camillo Kronich (1876–1958) bildeten sie eine „Seilschaft“ und steuerten dazu bei, die noch junge „Fremdenverkehrsmaschinerie“ in Schwung zu bringen.

 

Mit der Rax als Knotenpunkt erzählt „Alpine Seilschaften. Bergsport um 1900“ von der Erschließung des Alpenraums als Tourismusgebiet. Eindrucksvolle Felsformationen, Bergsteiger:innen und Schifahrer:innen in Aktion auf Gemälden und Werbesujets bezeugen und dokumentieren die euphorische Stimmung für den aufkommenden Bergsport um 1900. Die Motive auf den hochkarätigen Gemälden, Zeichnungen und Fotografien spannen einen Bogen von der Rax über den Großglockner bis zum Montblanc. Neben Gipfelstürmer:innen, Kletter:innen, Schifahrer:innen und Rodler:innen liegt ein Fokus auch auf den Bewohner:innen der Alpen. Fremdenverkehrsplakate, Reliefkarten, Fachbücher und reiches Dokumentationsmaterial zum Thema Alpinismus und Tourismus, wie etwa Tourenbücher, vermitteln einen lebendigen Eindruck von der Bergwelt um 1900.

 

Bildsujet: Joseph Rheden, Fritz Benesch, 1939 (c) Landessammlungen NÖ (Fotografie)

LANDESGALERIE NIEDERÖSTERREICH / Krems
Ausstellung