Versäumen Sie nie wieder eine Foto-Ausstellung!
Alle (2)
Ausstellung (2)
Ausstellung läuft noch
6
Tag(e) bis zum
25.08.2018
JEAN-MICHEL FAUQUET

Den großen französischen Künstler Jean Michel Fauquet als Fotografen zu bezeichnen, wäre nur die halbe Wahrheit. Er ist zugleich Lichtbildner, Zeichner, Maler und Bildhauer – nur bedient er sich dabei eben der Fotografie. 

Fauquet wurde 1950 in Lourdes geboren und lebt heute in Paris. In den vergangenen drei Jahrzehnten hat er sein künstlerisches Konzept perfektioniert. Er sammelt auf seinen Streifzügen diverse Materialien wie Karton und verarbeitet sie zu Skulpturen. Die Fotos dieser Objekte bemalt er mit dünnen Schichten von dunkler Ölfarbe. Kein Bild gleicht dem anderen, doch alle haben auf gewisse Weise organischen Charakter. Neben dieser Objektkunst bildet Fauquet auch Landschaften und Porträts ab – und auch diese Aufnahmen verwenden eine ganz eigene visuelle Sprache. So sind etwa die Augen der Personen mit wenigen Ausnahmen nicht zu sehen. Meist sind die Gesichter ohnehin weggedreht oder verdeckt. Fauquet verzichtet auf die oberflächliche Faszination von Blicken oder gar nackter Haut. 

Und noch etwas trennt ihn von vielen Kollegen seiner Zunft: Während Maler und Fotografen seit jeher vom Licht fasziniert sind und dieses möglichst intensiv zur Geltung bringen wollen, scheint Fauquet der Faszination der Dunkelheit und Düsternis erlegen. Mit langen Belichtungszeiten bei schwacher Beleuchtung und mit einfachen Platten- und Rollfilmkameras erschafft der Franzose eine Welt, die wie aus der Zeit gefallen scheint. 

Seine Bilder sind dabei so tiefgehend und eindrucksvoll, dass sie es in die Sammlungen großer französischer Museen geschafft haben. Zudem hat Jean Michel Fauquet bislang zwanzig Bücher und Kataloge veröffentlicht, er war an verschiedenen Filmprojekten beteiligt, und er hat seine Fotografien in den vergangenen fünfzehn Jahren in Frankreich, Norwegen, Deutschland, den USA, Japan, Taiwan und in den Niederlanden mit Solo-Ausstellungen präsentiert. Nun ist endlich Graz an der Reihe… 

Atelier Jungwirth / Graz
Ausstellung
Ausstellung läuft noch
41
Tag(e) bis zum
29.09.2018
IN THE STILL OF THE NIGHT

IN THE STILL OF THE NIGHT
Edmund Clark, Göran Gnaudschun und Anne Heinlein, Jelena Jureša, Hrair Sarkissian, Ahlam Shibli

Eröffnung: 9. August, 20:00
Begrüßung: Rainer Iglar (FOTOHOF)
Einführung: Peter Schreiner und Nadine Weixler (Kuratoren, FOTOHOF)
Eröffnung: Dr. Brigitta Pallauf (Landtagspräsidentin)

Ausstellungsdauer: 10. August − 29. September 2018


FOTOHOF / Inge-Morath-Platz 1-3 / 5020 Salzburg / Austria
 
      
Die Geschichte der Fotografie ist nicht zuletzt eine Geschichte der Darstellung politischer Krisen und globaler Konflikte. Lange galt das fotografische Bild als zuverlässiges Dokument der Wirklichkeit und somit für die Analyse historischer Prozesse geeignet. Da uns die Gewissheit um die Objektivität der Fotografie mittlerweile fehlt, spielen ihre Bilder in der Auseinandersetzung mit komplexen gesellschaftlichen Themen heute eine andere Rolle. Die Ausstellung IN THE STILL OF THE NIGHT versammelt fünf künstlerische Positionen, die politische Krisen und Konflikte als langfristige und vielschichtige Phänomene diskutieren. Das Eindringen politischer Interessen in private Lebensräume, das Verhältnis von Macht und Individuum, wird dabei zum verbindenden Element einer Auseinandersetzung mit der Komplexität der uns umgebenden Wirklichkeit.

In Control Order House (2011) nimmt Edmund Clark eine extreme Form staatlicher Kontrolle in den Blick, während Göran Gnaudschun und Anne Heinlein in Wüstungen (2017) das Einwirken politischer Macht auf Einzelne zum Thema machen.

          
Jelena Jureša nutzt in Song (2018) die Geschichte eines Liedes und seiner Anbindung an historische Ereignisse zur Reflexion über politische Aspekte von Erinnern und Vergessen. Hrair Sarkissian dient in Homesick (2014) das Modell seines Elternhauses in Damaskus zur Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit sowie aktuellen Ängste und Bedrohungen. In Ahlam Shiblis Occupation (2016/17) wird al-Khalil/ Hebron zum Zentrum einer Analyse des dauerhaft gewordenen Ausnahmezustands.

Das Ausstellungsprojekt findet im Rahmen und mit Unterstützung des Festjahres "200 Jahre Stille Nacht! Heilige Nacht!" statt.


FOTOHOF / Salzburg
Ausstellung